Im alltäglichen Leben spiegeln sich globale gesellschaftliche Machtverhältnisse wider. In ihrer dritten Kolumne erzählt MITZI JONELLE TAN von ihren Vorbildern und wie diese ihr neue Perspektiven für den Kampf um Klimagerechtigkeit eröffnen.
Vor drei Jahren nahm eine Gruppe von 20 jungen Menschen an einer von Youth Advocates for Climate Action Philippines organisierten Veranstaltung teil. Wir verbrachten zwei Tage in einer Küstengemeinde in Noveleta, Cavite, Philippinen, um die Probleme der lokalen Fischer_innen zu verstehen und zu erfahren, wie ihr Kampf mit dem Kampf für Klimagerechtigkeit zusammenhängt.
In der glühenden Hitze eines provisorischen Schuppens hörten wir den Geschichten von Ariana Soledad zu, einer trans Frau, die als Fischerin, Umweltschützerin und Community-Organisatorin bei PAMALAKAYA, einem nationalen Verband von Fischereiorganisationen auf den Philippinen, tätig ist. Sie sprach über die zunehmenden Auswirkungen der Klimakrise auf ihre Gemeinde, die Schwierigkeiten durch sogenannte Entwicklungsvorhaben wie Landgewinnungsprojekte, und den Druck, den große Fischereiboote auf ihre Existenzen ausüben. Ihre Arbeit als Community-Organisatorin und ihr Kampf für die Rechte der Fischer_innen und der Ozeane hat ihr Drohungen von staatlicher Seite eingebracht. Als ich sie danach fragte, woher sie die Kraft und Hoffnung nimmt, weiterzumachen, antwortete sie ganz einfach: „Mahal ka ng masa, lagi kang kukupkupin ng masa.“ (Die Massen lieben dich, sie werden dich immer beschützen).
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