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Lettre à l’Univers

Ein Artikel von:
CS & PS
NilusiGleam Records: 2026 Atemberaubend vielschichtige Percussion, plötzliche Tempowechsel, flüsternde Stimmakrobatik: Mit dem Opener Tereketena beginnt Nilusi eine Reise der Versöhnung mit Identität und Selbstbestimmung in einem gnadenlosen Business. Aufgewachsen in Paris, tritt sie mit fünf Jahren mit traditioneller Sinhala-Musik in buddhistischen Tempeln auf. Nach der Teilnahme an einer TV-Show 2014 wird sie zum Kinderstar und tourt 2015 als Teil der Band Kids United vor ausverkauften Hallen. Zwei Jahre später wirkt sie in einer Fernsehserie mit, und sie gründet vor allem ihr eigenes Musiklabel Gleam Records. Hier lebt sie die Freiheit, ihre Musik selbst zu schreiben, zu produzieren und die Bildsprache der Musikvideos in der Hand zu haben. Musikalisch feiert Nilusi in ihrem Debütalbum den Brückenschlag zwischen multiplen Identitäten, die gleichwertig nebeneinander brillieren dürfen. Mit Jazz, Rock, RnB, Soul und südasiatischer Musik zeigt sie jeweils eine andere Facette von sich. Die wiederkehrende Bewegung zwischen Verletzlichkeit und Selbstbehauptung bricht mit Erwartungshaltungen und zeigt ein langerkämpftes Selbstverständnis als unabhängige französische Sängerin mit sri-lankischen Wurzeln. Diese Brüche und Übergänge sind dabei die besondere Stärke des Albums: Es fordert ein offenes Hören, belohnt aber mit einer komplexen, eigenständigen Klangsprache. Wer sich gerne auf überraschende Wendungen und genreübergreifende Kompositionen einlässt, dem sei dieses Album ausdrücklich empfohlen. CS & PS

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