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Spanish Chica

Ein Artikel von:
Claudia Hanslmeier
MËSTIZASacro Music: 2026 Flamenco, House und Female Empowerment? Das spanische DJ-Duo MËSTIZA beweist, dass diese Fusion stimmig klingen kann. Mit ihrem zweiten Studioalbum Spanish Chica verweben sie elektronische Beats mit Gitarrensoli sowie spanischen und arabischen Vocals. Ein zentrales Element sind die Flamenco-Palmas, rhythmische Klatscheinlagen, die für das andalusische Genre charakteristisch sind. Beat für Beat verdichten sie sich zu einem treibenden, fast hypnotischen Soundteppich. Er macht das kulturelle Erbe der andalusischen Region hörbar. Denn die südspanische Kultur wurde maßgeblich durch maurische und Roma-Traditionen geprägt. Die Ursprünge des Flamenco waren dabei oft ein Sinnbild für Ausgrenzung und Schmerz. Als roter Faden ziehen sich diese Einflüsse durch das ganze Album. MËSTIZAs Sound steht somit sinnbildlich für die Vielfalt Europas. Die Musikerinnen selbst begreifen sich als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Ein Bild, das in Zeiten von Anti-Einwanderungsdiskursen an Tragweite gewinnt. Doch MËSTIZA nur als kulturelle Vermittlerinnen zu verstehen, greift zu kurz. Seit ihrer Gründung im Jahr 2021 spielen die beiden in ausverkauften Hallen. Im männlich dominierten Electronic-Genre keine Selbstverständlichkeit. Ihr Erfolg ist damit auch ein klares Signal für mehr Sichtbarkeit und intersektionale Perspektiven in der elektronischen Musikszene. Claudia Hanslmeier

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