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Mina Plesure Wenzel (©Mina Plesure Wenzel)

A DOMINANT STRAIN OF FASCISM IN OUR TIMES

Ein Artikel von:
Mine Pleasure Bouvar Wenzel

Über unsolidarischen Hass unter einem feministischen Deckmantel

Im September 2021 sagte Judith Butler, „the anti-gender ideology is one of the dominant strains of fascism in our times“1. They fuhr fort, dass TERFs2, also selbsterklärte Feministinnen, deren maßgebliches Bestreben in der Exklusion von trans* Personen3 liegt, nicht Teil eines solidarischen, internationalen, feministischen Kampfes gegen Rassismus, Nationalismus und staatliche Gewalt seien. Ein genauerer Blick auf die Verknüpfung zwischen Faschismus und TERFismus lohnt sich.

In seinem Buch „Der ewige Faschismus“ (1995), vertritt Umberto Eco die These, dass Faschismus kein Monolith und nicht unbedingt diktatorisch oder autoritär sei, nur weil vergangene Faschismen autoritäre Diktaturen waren. Faschismen sind lebendige, bis heute wirksame Kontinuitäten. Eco macht klar, den Faschismus gibt es nicht. Es handle sich dabei eher um eine Sammlung ideologischer Werkzeuge verschiedener politischer und gesellschaftlicher Bewegungen, deren ideologische Verwandtschaft Eco als Ur-Faschismus bezeichnet: „Der Ur-Faschismus entspringt […] Frustration. Daher war eines der typischen Merkmale der historischen Faschismen der Appell an die frustrierten Mittelklassen“4.

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