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Perry Persson Baumgartinger (©Jana Madzigon 2020)

„GESCHLECHTERVIELFALT IST ALLTAG!“

Ein Artikel von:
Persson Perry Baumgartinger

Warum ein Umdenken endlich stattfinden muss

Interview mit Persson Perry Baumgartinger

Die Annahme, dass es nur zwei Geschlechter gebe, bestimmt, wie wir uns politisch und sozial organisieren, und hat ökonomische Auswirkungen auf unseren Alltag. Ein Alltag, der sich weltweit durch Geschlechtervielfalt auszeichnet. Andreea Zelinka hat mit Persson Perry Baumgartinger über die Ursprünge der herrschenden Geschlechternormen gesprochen.

Was bedeutet es, Geschlecht nicht mehr binär zu verstehen?

Persson Perry Baumgartinger (PPB): Die 2-Geschlechter-Norm ist gesellschaftstragend, in den meisten Ländern, auch in Österreich, staatstragend. Das ändert sich nach und nach, der Staat Österreich z. B. erkennt mittlerweile nach einer Erkenntnis des Obersten Gerichtshofs mehr als zwei Geschlechter an. Im Geburtenregister gibt es jetzt sechs Personenstandeinträge. Das geht auf jahrzehntelange Kämpfe von trans und inter* Aktivist_innen zurück. Dennoch wirkt weiterhin die binäre Norm. Darunter wird meistens verstanden, es gäbe nur zwei Geschlechter, Mann und Frau. Diese wären über eine bestimmte biologische körperliche Verfassung, Hormonproduktion, Gene, Chromosomen, Genitalien und Fortpflanzungsfähigkeit eindeutig definiert und blieben immer gleich.

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